Canon 5D Mark III: erste Eindrücke

Gestern Vormittag war ich beruflich in Berlin und habe den freien Nachmittag genutzt, um bei der PCP-Tour vorbeizuschauen.

Am meisten interessiert hat mich natürlich der Stand von Canon, hatten sie doch alle aktuellen Kameras und Objektive mit dabei. Endlich eine Möglichkeit, die 5D Mark III in die Hand zu nehmen. Fühlt sich gut an 🙂 Das Gehäuse sowie einige neue Knöpfe (Movie/Live-View Schalter) sind sehr an die 7D angelehnt, was mir recht entgegen kommt.

Schaut man durch den Sucher (100% Blickfeld!), fallen gleich die 61 Autofokuspunkte auf. Hier gibt es diverse Gruppierungs- und Einstellungsmöglichkeiten. Ich benutze meist nur ein AF-Feld und wähle dann das aus, welches dem Ziel am nähesten liegt. Da ist es dann ganz praktisch, dass man bei der 5D Mk III einige Felder deaktivieren kann. Möglich ist die Nutzung aller Sensoren, nur der 41 Kreuzsensoren oder eine Reduzierung auf 15 bzw. 9 Punkte. Ich denke, ich werde mich in der Praxis für die 41 Kreuzsensoren entscheiden, um so eine möglichst große Auswahl zu haben ohne mich jedes Mal durch alle 61 Felder klicken zu müssen.

Leider hab ich Trottel keine eigene Speicherkarte dabei gehabt, so dass ich jetzt keine Testbilder zeigen kann 🙁 Aber soweit sich das auf dem Display beurteilen ließ, sind ISO 6400 bzw. 12800 beeindruckend rauschfrei! Die Kamera zeigt zwar ein Jpeg an, welches sicher einer leichten Korrektur unterliegt, aber was die Kamera an Rauschunterdrückung schafft wird Lightroom wohl mindestens genauso gut hinbekommen!

Ein weiteres, sehr cooles Feature ist der Silent Modus. Während andere Kameras einfach nur „anders laut“ klingen, ist die neue 5D wirklich verdammt leise! Erreicht wird das durch zwei Motoren im Verschlusssystem: während der erste den Spiegel hochklappt, wird er im Anschluss nicht einfach fallen gelassen, sondern vom zweiten Motor sanft nach unten geführt und entsprechend abgebremst. Wie gesagt: echt leise! Einziger Wermutstropfen: die Serienbildgeschwindigkeit verringert sich von sechs auf drei Bilder pro Sekunde. Das sollte im Normalfall aber auch noch locker ausreichend sein.

Canon gesteht aber auch drei Probleme mit der neuen 5D ein:
Das kritischste dürfte das Problem mit dem Lichteinfall sein. Das obere, kleine Statusdisplay scheint „nicht ganz dicht“ zu sein, so dass extremes Sonnenlicht oder sogar die Displaybeleuchtung (in sehr dunklen Situationen) die Belichtungsmessung um 1/3 Blende beeinflusst.
Dann kommt es zu einer Geräuschbildung beim 200mm und 800mm Objektiv, die angeblich vom Autofokussystem stammt. Zu guter Letzt ist Canons eigene RAW-Software noch nicht auf dem aktuellsten Stand und kann aus den RAWs der 5D Mark III noch nicht das Optimum herausholen.

An allen drei Problemen wird laut Canon aktuell gearbeitet. Während sich die letzten beiden problemlos durch ein Softwareupdate beheben lassen, muss die Kamera zur Behebung des Lichteinfalls wohl zum Service. Der Fehler wird zwar kostenlos beseitigt, ärgerlich ist es trotzdem die neue Kamera gleich wieder aus den Händen geben zu müssen.

Trotz dieser drei Problemchen, die für mich eh irrelevant sind, ist und bleibt die 5D Mark III eine geniale Kamera und ich freue mich, sie hoffentlich bald mein Eigen zu nennen!

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